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Univ.-Prof. Dr. Michael Sator

Dr. Sator

„Ich darf Sie als Leiter des Fertilitätszentrum Döbling recht herzlich auf unserer Website begrüßen. Mein Team und ich sind auf die modernsten Kinderwunschbehandlungen spezialisiert und all unser Streben richtet sich auf die Erfüllung Ihres Kinderwunsches."

Ursachenfindung

Vor der Entscheidung, welcher Behandlungsweg eingeschlagen wird, muss mit diagnostischen Methoden zunächst nach den Ursachen der Fertilitätsstörung gesucht werden (z.B. Blutuntersuchungen). In unserer Klinik/Praxis steht daher am Anfang eine effektive Abklärung. Wir versuchen, uns aus den Befunden ein Gesamtbild über den bisherigen Verlauf der ungewollten Kinderlosigkeit zu machen.

Unfruchtbarkeit hat in den meisten Fällen keine erbliche, sondern eine erworbene Ursache. Während beispielsweise 1970 noch ca. 90% der Frauen und Männer bei der Geburt ihres ersten Kindes unter 30 Jahre alt waren, sind bereits heute mehr als ein Viertel der Paare älter als 30 Jahre. Bereits ab dem 30. und stärker noch ab dem 35. und 40. Lebensjahr nimmt die Fruchtbarkeit der Frau und etwa ab dem 40. Lebensjahr die Samenqualität beim Mann langsam ab.

Die Ursache für Unfruchtbarkeit liegt bei Mann und Frau jeweils bei etwa 30 %. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Kombination von beiden Partnern.

Psychische Ursachen – Kann die Seele „Nein“ sagen?

Gerade wenn keine körperlichen Ursachen für die Kinderlosigkeit gefunden werden können, wird oft eine seelische Belastungsreaktion als Hintergrund gesehen. Obwohl hierzu keine wissenschaftlichen Belege vorliegen, kann in sehr extremen Situationen die psychische Belastung so stark sein, dass der Körper eine Schwangerschaft „verweigert“.

Auch beim Mann können der unerfüllte Kinderwunsch und das vergebliche Warten auf Dauer seine Spuren hinterlassen. Der Druck, dass sich trotz allen Wollens kein Kind zeugen lässt, kann ebenfalls zu Selbstzweifeln führen.
Die Erörterung von Fragen, die die Gefühlswelt betreffen, ist ein ganz normaler Teil des ärztlichen Gesprächs. Daher steht in unserer Klinik/Praxis gerne zusätzlich eine Psychotherapeutin bereit, um Sie bei der Klärung dieser Fragen mit ihrer Erfahrung zu begleiten.

Unfruchtbarkeit bei der Frau
  • Störung der Eibläschen und Eizellreifung
    Hinter dieser Störung kann sich z.B. eine hormonelle Fehlfunktion in den Eierstöcken verbergen oder aber eine bisher unbekannte Störung. Stehen die Hormone in einem Ungleichgewicht zueinander, kann neben der Eizellreifung auch der Eisprung oder die Bildung des Gelbkörpers negativ beeinflusst werden.

  • Eileiterbedingte Unfruchtbarkeit
    Die Eileiter sind das „Förderband“ für die Samenzellen zur Eizelle und für befruchtete Eizellen (Embryonen) in Richtung Gebärmutterhöhle. Sind die Eileiter verklebt oder anderweitig verschlossen, kann der Transport der Samenzellen und der Transport des Embryos in die Gebärmutter (Risiko für eine Eileiterschwangerschaft) erschwert oder unmöglich sein.

  • Ein Verschluss der Eileiter kann durch Entzündungen, vorangegangene Eileiterschwangerschaften, Operationen oder durch eine spontane Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) bedingt sein.

  • Endometriose
    Endometriose bedeutet Wachstum der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Diese Wucherungen können neben Harnblase, Darm und Bauchhöhle auch die Fortpflanzungsorgane wie Eileiter und Eierstöcke betreffen, so dass dadurch eine Empfängnis erschwert wird. Die Ursache für die Endometriose ist weitgehend unbekannt.

  • Veränderungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses
    Der Gebärmutterhals ist, ähnlich wie bei einem Flaschenhals, für die Spermien auf dem Weg zur Eizelle die engste Stelle. Durch Vernarbungen (z.B. Operation), Verschlüsse oder Entzündungen kann die Fortpflanzung auch in diesem Bereich behindert werden. Muskelknoten in der Gebärmutter sind manchmal der Grund für anhaltende Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten.

  • Fehlbildungen von Eierstöcken, Eileitern oder Gebärmutter
    In sehr seltenen Fällen sind – in der Regel angeborene – Fehlbildungen an den Fortpflanzungsorganen der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch.

  • Polyzystisches Ovar (PCO)
    Oft wird die Unfruchtbarkeit bei der Frau, gerade bei Kinderwunschpatientinnen, durch das Auftreten vieler kleiner Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen) in den Eierstöcken (polyzystisches Ovar) ausgelöst. Meist steht diese Erkrankung mit einem erhöhten Anteil männlicher Hormone, Übergewicht und einem verlängerten und/oder unregelmässigen Zyklus in Verbindung. Dadurch wird das hormonelle Gleichgewicht der Frau beeinträchtigt.

  • Störungen im Immunsystem
    Seltener ist eine gestörte Immunantwort als Grund für die Unfruchtbarkeit der Frau. Bei dieser Fehlfunktion hält das eigene Immunsystem die Eizelle oder die Samenzellen für einen Fremdkörper, die dann als „Eindringling“ bekämpft werden.
Unfruchtbarkeit beim Mann

Die häufigste Störung der Fruchtbarkeit beim Mann ist eine mangelhafte Produktion normal ausgeformter (Morphologie) und gut beweglicher (Motilität) Spermien. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein:

  • Eine Mumps-Infektion in der Kindheit
    Kann eine irreversible Zerstörung der Funktion des Hodengewebes hervorrufen.

  • Krampfadern im Bereich der Hoden
    Die Wärme der Krampfader stört die Spermatogenese, hierbei kann bereits ein Temperaturunterschied von 0,7 °C entscheidend sein.

  • Hodenhochstand
    Hierbei bewirkt die Körperwärme selbst die Störung der Spermatogenese. Das kann sogar irreversible Schäden verursachen.

  • Hormonstörungen
    Wird vom Körper zu wenig Testosteron produziert, kann dies zur geringer oder ausbleibender Spermienproduktion (z.B Dichte der Samenzellen) führen.
  • Hodentrauma (z.B. Fahrradsturz) im Kindesalter

  • Diabetes

  • Operierte Tumore

  • Stress

  • Infektionen

  • Umweltbelastungen und Lifestyle :
    Unter anderem können Chemikalien, Spritzmittel, Anabolika und erhöhter Konsum von coffeinhaltigen Getränken die Fertilität des Samens stark beeinträchtigen.

  • Starker Nikotin- und/oder Alkoholkonsum

  • Blockierte Samenleiter


Leider lassen sich oft die Ursachen nicht eindeutig finden.

Manchmal ist es notwendig, Fragen zu stellen, die sich auf die Intimsphäre des Paares beziehen. Wir verstehen sehr wohl, dass es vielleicht ungewohnt oder peinlich sein kann, wenn man beispielsweise über seine sexuelle Gewohnheiten Auskunft geben soll.
Diese Informationen helfen uns, wenn wir die Ursache der Unfruchtbarkeit herausfinden wollen. Gehen Sie bitte immer davon aus, dass wir sehr vertrauensvoll mit Ihren Angaben umgehen.

Es ist für uns wichtig, dass Sie alle Fragen stellen, die Ihnen am Herzen liegen. Wenn Sie glauben, etwas nicht verstanden zu haben, möchten wir Sie bitten, unbedingt noch einmal nachzufragen.

Außerdem empfehlen wir, dass Sie sich vor und nach dem Erstgespräch eine Liste der anfallenden Fragen zusammenstellen, die Sie am meisten beschäftigen. Weiter ist es sehr hilfreich, wenn Sie alle Befunde vorangegangener Untersuchungen und Operationsberichte zu ihrem ersten Gespräch zu uns mitbringen, damit nicht unnötig Zeit bis zum Beginn ihrer Kinderwunsch-Therapie verloren geht.